Autor: Christian Viering
Am 1. Mai gelang uns Mainzerinnen und Mainzern ein großer Sieg. Wir haben es mit friedlichen Blockaden geschafft, den geplanten Neonazi Aufmarsch zu verhindern.

Das breite Bündnis “wir stellen uns quer” mobilisierte fast 3000 Menschen aus Mainz und der Region. 3000 Menschen, die seit dem frühen Morgen den Mainzer Hauptbahnhof blockierten und den Neonazi Aufmarsch unmöglich machten. Stolz ist ein Gefühl, dass ich persönlich äußerst selten empfinde. Aber als um ca. 14:30 Uhr verkündetet wurde, dass der Aufmarsch der Neonazis aufgrund der Blockaden nicht stattfinden wird, war ich so unglaublich stolz auf diese Stadt und die Menschen, die hier leben.
Die Mainzerinnen und Mainzer haben den Neonazis eine schallende Ohrfeige erteilt. Wir haben gezeigt, dass unser Mainz ein buntes Mainz ist, ein Mainz in dem niemand aufgrund von Hautfarbe, Herkunft, Religion, Geschlecht oder sexueller Orientierung diskriminiert werden darf. Als MainzerIn muss man allerdings auch wissen, dass uns diese neofaschistischen Strukturen näher sind als viele glauben. So sitzen seit schon viel zu langer Zeit die Republikaner im Mainzer Stadtrat. In fast allen Anfragen oder Anträgen findet man diskriminierende und rassistische Inhalte. Sie sind der Wolf im Schafpelz und verstecken ihre neofaschistische Fratze hinter der Maske der rechts-konservativen Saubermänner. Ziel aller demokratischen Fraktionen muss es sein, ihnen die Maske wo es nur geht herunterzureißen, um jeder Mainzerin und jedem Mainzer zu zeigen, welch menschenverachtende und fremdenfeindliche Politik von diesen neofaschistischen Demagogen betrieben wird. Ihr seht, der 1. Mai war ein Anfang und ein Sieg für uns alle, aber wir müssen weiterkämpfen.
Für ein Mainz ohne Vorurteile- Mainz ist bunt!







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Da gibt es nichts zu diskutieren. Ich war auch dabei und habe mindestens ähnlich empfunden. Ich war ausgesprochen stolz, eine Mainzerin zu sein.
(Sylvia Köbler-Gross)